Geschichte der Bundesarbeitsgemeinschaft

TIMELINE

2009: XENOS-Sonderprogramm 'Ausstieg zum Einstieg'

2009 wurde aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und des Europäischen Sozialfonds (ESF) ein weiteres XENOS-Bundesprogramm „Integration und Vielfalt“ aufgelegt. Als Teil des nationalen Aktionsplans der Bundesregierung zur Bekämpfung von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Intoleranz entstand dabei auch das XENOS-Sonderprogramm „Ausstieg zum Einstieg“ mit einer Laufzeit bis zum Jahr 2014. Das Sonderprogramm förderte erstmalig vorrangig Projektaktivitäten der ausstiegsorientierten Arbeit gegen Rechtsextremismus in beruflichen, betrieblichen und arbeitsmarktorientierten Kontexten.

Koordination durch Friedrich-Ebert-Stiftung

Im Rahmen der so neu entstandenen Projektträgerlandschaft koordinierte die Friedrich-Ebert-Stiftung als vom Bund beauftragte Schnittstelle den bundesweiten und internationalen Austausch der Träger sowie den Transfer von Erfahrungen und Ergebnissen, die der Entwicklung von modellhaften Ansätzen für die arbeitsmarktorientierte Ausstiegsarbeit dienen sollten. Sie organisierte u. a. regelmäßige Vernetzungstreffen der Projekte, Konferenzen, Workshops und die Erstellung von Publikationen zur Förderung des Austauschs und der konzeptionellen Weiterentwicklung der Ausstiegsmöglichkeiten für rechtsaffine und rechtsextreme Menschen.

2012: Broschüre 'TunnelLichtBlicke'

Ein Produkt dieser aktiven Zusammenarbeit war die Broschüre „TunnelLichtBlicke“, die einen tieferen Einblick in die Arbeit der beteiligten Projekte gewährt, den Facettenreichtum und die Professionalität in der Beratung von Ausstiegswilligen verdeutlicht, die Akteure der am Programm beteiligten Projekte vorstellt und Fallbeispiele aus ihrer gelungenen Praxis schildert.

2014: Ende der Laufzeit des XENOS-Sonderprogramms

Die Träger der am Programm beteiligten Projekte beschlossen zum Ende der Programmlaufzeit, den effektiven Vernetzungscharakter auszubauen und zu verstetigen. Als Ergebnis gründete sich so aus dem Sonderprogramm heraus die Bundesarbeitsgemeinschaft „Ausstieg zum Einstieg“. Sie firmierte zunächst weiter unter dem Dach der Friedrich-Ebert-Stiftung, ab 2015 dann mit der Unterstützung der „Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt“ (ARUG) in Braunschweig als Projektaktivität im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.

2017: BAG 'Ausstieg zum Einstieg' wird gemeinnütziger Verein

Seit 2017 ist die Bundesarbeitsgemeinschaft „Ausstieg zum Einstieg“ e. V. (BAG-Ausstieg) ein eigenständiger, eingetragener, gemeinnütziger Verein und der bundesweite Dachverband zivilgesellschaftlicher Träger der Ausstiegs- und Distanzierungsarbeit aus dem Rechtsextremismus. Sie ist angesiedelt im Cluster „Förderung der Strukturentwicklung zum bundeszentralen Träger“ und wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert.
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